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Marokkoreise, aus dem tagebuch

Vom Sonntag, den 7. oktober bis Mittwoch, den 17. oktober







  Der dienstag, 9 oktober empfing uns mit einem blauen und sonnigen himmel, und so war auch das morgen essen. Um 8uhr30 brachen wir auf, zur durchquerung des ’Hohen Atlas’ von nord nach süd, durch das ’M’Goun’-tal, dem ’Asif M’Goun’ folgend.

  Unser erstes ziel war der pass ’Tizi n’Ait Imi’, den wir ohne grössere mühen erreichten. Nicht dass es ein spaziergang war. Der schweiss lief gut, galt es doch tausend höhenmeter zu überwinden, und es war trocken und heiss. Schattenspendende bäume gab es zwar, aber nur spärlich. Auch hier nicht etwa einsame stille und leere. Der weg, besser pfad, war gut begangen, und auch an den hängen trieben hirten ihre schafe und geissen oder hockten auf einem baum und schlugen holz. Auf dem pass machten wir eine ausgiebige rast.

  Hier trennte sich die gruppe. Unter der führung von Bruno und Fabio wollten Tobias und Shanru den ’Jebel M’Goun’, 4050müm., besteigen.

  Wir, die es etwas gemütlicher wollten, stiegen hinab ins ’M’Goun’ tal zum ’Asif M’Goun’ und folgten ihm bis ’Talat Righane’ zu unserer zweiten ’Gite d’Etape’. Am fusse des passes folgten wir einem ausgetrockneten flussbett, auf dessen rechter seite sich felsige, horizontal geschichtete wände aufbauten. Sie lockten zu kletterversuchen. Dann kamen wir an den fluss, hier noch ein bach, und wir füllten zuerst einmal unsere leeren flaschen. Nur noch wenige wegminuten, und wir erreichten unser nachtquartier.

  Die verständigung war etwas schwierig, aber ’Er’ hatte immer ein lächeln auf dem gesicht. Der zuständige konnte so gut wie kein französisch. Mit gebärden, papier und bleistift, verhandelte Roland über preis und essen. So quartierten wir uns ein und machten es uns gemütlich. Dazu standen uns zwei räume zur auswahl. Wir wählten den kleineren, in erwartung der ’Franko Kanadier’-gruppe, die wir auf dem pass überholt hatten. Aber die erschienen nicht, dafür das deutsche paar, das wir in ’El Had’ kennen lernten. Das essen, ’Cuscus’, liess lange auf sich warten, es wurde weit nach 8uhr.

  So hatten wir viel zeit für dies und jenes. Geduscht habe ich zum beispiel. Nacher machten wir einen ’Jass’. Das ’lachende gesicht’ erschien öffters und ich fragte ihn in der zeichensprache nach unserem essen.

  Ueber die nacht wurden wir eingeschlossen und bewacht - wir hatten noch nicht bezahlt !? Der Katharina ging es diese nacht nicht so gut, sie musste erbrechen. Aber am morgen war wieder alles gut. Darum weiss ich auch, dass es eine kalte, luftige und sehr helle nacht war. Der ’Jebel M’Goun’ lag in wolken gehüllt.

  Wie es jetzt die ’M’Goun’ besteiger haben ?

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Letzte aktualisierung am Donnerstag, 12. Februar 2004